Dorfschule

Unsere Montessori-Schule bildet 6-15 jährige Kinder im Pflichtschulbereich aus. Der Unterricht findet in altersgemischten Lerngruppen statt.

Kinder sind von Natur aus neugierig, und haben Interesse an Zusammenhängen. Wir unterstützen ihre Neugierde und ihr Interesse, und helfen ihnen, Antworten auf die Fragen nach dem wie, warum und woher zu finden. Wir geben ihnen die Sicht auf das Ganze, wir lehren nicht in Fachgegenständen.

Im Sinne von „Vom Greifen zum Begreifen“ können Kinder mit Hilfe von Montessori-Material forschen und begreifen. Es gibt für alle Bereiche Materialien, mit denen die Kinder Wissensgebiete manuell angreifen und somit begreifen können. Sie erarbeiten sich ihr Wissen – je nachdem worauf ihr Interesse („Sensible Phasen“) gerichtet ist - selbst. Alles was freiwillig und aus eigenem Interesse gelernt oder erforscht wird, ist später als Wissen vorhanden. Beim Lernen und Forschen dürfen die Kinder Fehler machen, denn nur daraus lernt man.

Unsere Schule bietet eine der Montessori-Pädagogik entsprechende „Vorbereitete Umgebung“, die auf die Bedürfnisse und Sensiblen Phasen der Kinder ausgerichtet ist, und in der sie sich frei bewegen können. In stufenweiser Freigabe von Freiheit und Selbsttätigkeit lernt das Kind Selbstdisziplin und Selbstvertrauen. Jeden Tag stehen mindestens 3 Stunden Freiarbeit zur Verfügung. Während dieser Zeit können die Kinder selbst wählen wie lange sie an einem Thema arbeiten möchten.

Außerschulische Lernorte werden bei sogenannten „Going outs“ besucht (Wald, Gärtnerei, Bibliothek, Bäcker, Förster etc.). Die Bedeutung des Verlegens des Lernortes nach draußen ist in einem Beispiel belegt, das Maria Montessori in Indien hatte. Eine Lehrerin beklagte sich bei Montessori über ein Problem, das sie bei der Eröffnung einer Schule hatte: „Wir haben nicht genügend Material.“ Darauf erwiderte Montessori sinngemäß: „Geht mit den Kindern ´raus und ihr habt die ganze Welt.“

Wir arbeiten nach internationalen Qualitätsmaßstäben der Montessori-Pädagogik und streben das Montessori-Qualitäts-Zertifikat (MQZ) an. Seit November 2016 sind wir Mitglied der Österreichischen Montessori-Gesellschaft, und versuchen bestmögliche Montessori-Qualität zu leben und weiterzugeben.

 

Bildung ist ein natürlicher Prozess, der vom menschlichen Individuum vollzogen wird. Sie wird nicht durch das Hören von Worten, sondern durch Erfahrungen in der Umwelt erlangt.

Maria Montessori

 

Begriffe der Montessori-Pädagogik:

Vorbereitete Umgebung:

Eine auf den Entwicklungsstand, der Körpergröße, den Interessen und Bedürfnissen des Kindes abgestimmte räumliche Umgebung.

Konkretes Material (Entwicklungsmaterial) ermöglicht dem Kind, abstrakte Lerninhalte im wahrsten Sinne des Wortes zu be-greifen. Besonderes Augenmerk liegt auf Ästhetik, Sauberkeit und Aufrechterhaltung der einmal hergestellten Ordnung.

 

Sensible Phasen (Sensible Perioden):

In der Entwicklung des Menschen gibt es Phasen mit einer besonderen Sensibilität für bestimmte Lernvorgänge und Umwelteinflüsse (Sprache, Sozialverhalten, Gerechtigkeit, Werte u.a.). Wird eine solche Phase verpasst, können Lernvorgänge nur schwer erarbeitet werden.

Beispiel: ein vierjähriges Kind lernt eine Fremdsprache viel leichter und besser als ein zwölfjähriges.

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